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Hallihallo Zusammen
28.05.2009
Wie vorgestern geschrieben, sind wir nun auf dem Weg nach London. Da ich mir aber vorgenommen habe auch noch ein wenig von dem Touristenzeugs zu machen, fuhren wir im Rolling Castle in Richtung Edinburgh rsp. Rosslyn Chapel. Da wir beide ein wenig Müde vom vorhergegangenen Abend waren, beschlossen wir uns so schnell wie möglich einen Campingplatz in der nähe von Menschen zu suchen und den Tag ruhig ausklingen zu lassen.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir fuhren nicht nach Edinburgh sondern nach Glasgow, wir haben auch keinen Campingplatz gefunden sondern haben schlussendlich in einem Wohnquartier am Strassenrand geschlafen und es wurde auch nichts mit ruhig angehen.
Da Stephen ein grosser Fussball Fan ist und ich eigentlich auch nichts dagegen hatte mal was anderes als Bäume und Stephen zu sehen, war uns eigentlich schon auf der Fahrt klar, dass wir uns einen Campingplatz in der nähe einer Stadt oder eines Städtchens so wie Nairn suchen würden. Leider stellte sich nach Konsultation diverser Karten als auch meines Navis heraus, dass sich der nächstgelegene Camping etwa 15 Meilen ausserhalb von Glasgow befinden sollte aber dass da überhaupt keiner war. Ziemlich frustriert entschieden wir uns dann halt die andere Alternative zu wählen und auf einem normalen Parkplatz zu nächtigen. In der letzten Nacht nicht gut geschlafen, den ganzen Tag auf den Beinen und zum Abschluss noch die Glasgower Rushhour haben selbst meiner robusten Fähigkeit im Verkehr wach zu bleiben ziemlich zugesetzt. Somit war ich ziemlich froh, als wir eine Seitengasse entdeckten welche für unser Vorhaben geeignet schien (und auch war). Kurz den Namen der Strasse Notiert um sie auch später wieder zu finden und ab auf Pub suche. Etwa im dritten Pub waren wir dann auch zufrieden und entspannten uns bei Bier und Fussball. (obschon mich das zweite eher peripher tangierte.) In der Halbzeit schnell das Pub gewechselt und weiter im Text. Wir haben uns gut mit ein paar Glasgowern unterhalten. Einer der selben war sogar ein Polizist und bestätigte, dass es eigentlich kein Problem sein sollte wenn wir unsere Karre dort stehen lassen würden.
Nach ein paar Ale ging es dann wieder zurück zum Castle. Heute sind wir dann also nach Edinburgh gefahren und werden wahrscheinlich auch morgen noch hier verweilen. Der Campingplatz ist in der nähe der Stadt (per Nachtbus erreichbar) hat Internetzugang und scheint sauber zu sein. Ma gucken was sonst noch auf mich zu kommt.
30.05.2009
Tja, wie heisst es so schön, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Wir haben nicht noch einen weiteren Tag in Edinburgh verbracht sondern sind am nächsten Morgen direkt nach London rsp. Croydon aufgebrochen. Eigentlich schade aber ein Tag wäre sowieso zu wenig gewesen. Und mal ganz neben bei soll ja London auch nicht ohne sein. Wie viel der Storys welche mir Steven erzählt hat wirklich stimmen, steht für mich in den Sternen. Ist für mich aber auch nicht wirklich wichtig. Ich hätte meinen kleinen Road Trip schon früher abbrechen müssen wenn er mir nicht den Job in der Hölle organisiert hätte. (Welcher im nachhinein eine sagen wir mal interessante Erfahrung war.) Falls sich alles als Riesen Beschiss herausstellen sollte, hab ich wohl nicht viel verloren sondern ne kleine London Stadt Tour erhalten.
Was sich aber als absoluter Beschiss herausgestellt hat, war Rosly Chapel. Ok, dass sie Sie im Moment renovieren war wohl eher Pech. Mir war dann aber nicht einleuchtend weshalb ich 6£ eintritt bezahlen soll wenn ich sie von aussen nicht Fotografieren kann da eingerüstet und innen das Fotografieren nicht erlaubt ist. Ich hab mir die Kohle also gespart und wir sind direkt weiter gefahren. Da ich mir bei einem späteren Schottland Besuch sowieso noch mal Edinburgh ansehen werde, kann ich dann ja auch Rosly Chapel noch mal besuchen. Diesmal ohne Gerüste damit ich wenigstens von aussen ein paar Fotos machen kann.
Auf dem Campingplatz traf ich übrigens noch eine andere Schweizerin. Sie macht zur Zeit in Edinburgh eine Englischschule und lebt nun schon seit zwei Wochen auf dem Camping. Sie geht noch (wenn ich mich richtig erinnere) zwei Wochen länger in die Schule und wird dann zwei bis drei Wochen alleine rum Reisen ehe ihr Freund zu Ihr stösst und sie die letzten zwei Wochen gemeinsam durch Schottland reisen. Sie hat genau den Fehler gemacht denn ich nicht machen wollte. In ihrer Schule gibt es Schweizer und Deutsche. Ich habe nur schon nach diesem Abend gesehen dass es wieder Zeit brauchte mich am nächsten morgen ins Englische zurück zu versetzten. Wenn man aber für rund einen Monat nur Englisch sprechen muss, bleibt einem gar keine andere Chance als Englisch zu lernen. Ich sehe es an mir selber. Ich versteh zwar immer noch regelmässig nur Bahnhof, aber mittlerweile ist es ein kleinerer Bahnhof in der englischen Pampa und nicht mehr Victoria Cross oder Central Station. J
31.05.2009
Da mir gestern morgen mein Kumpel abhanden gekommen ist, beschloss ich einen Camping zu suchen und ihn heute zu suchen. Zum glück hatte er eines seiner Handy’s vergessen und somit hatte ich ein paar mögliche Telfonnummern unter denen ich ihn suchen konnte. Und tatsächlich, bei der ersten Nummer hab ich ihn gefunden. Ein bisschen Schwein muss man haben. (Solange man kein Landwirt ist. Die brauchen mehr Schwein um überleben zu können.)
Als ich also so gegen elf Uhr erfuhr, dass ihm nichts passiert ist sondern nur dass es ein kleines Missverständnis gegeben hatte, machte ich mich auf den Weg London ein wenig anzugucken.
Das Missverständnis begann als er, wir hatten wieder einmal in einer Seitenstrasse übernachtet, morgens um neun verschwand mit der Begründung, er organisiere Kohle und ne Übernachtungsmöglichkeit da seine Leute ihn erst am Montag erwarten würden. Ich wartete also in der Seitenstrasse (rsp. Ein wenig weiter unten da es unter umständen ein wenig komisch ausgesehen hätte wenn das Rolling Castle zu lange in der Wohngegend gestanden hätte) und wusste nicht wann er zurück kommen würde. So nach sieben!!! Stunden und nach dem mich die Nachbarn, wer kann es ihnen übel nehmen, sehr nachdenklich betrachteten, entschloss ich mich wieder an den selben Platz zurück zu fahren wie am Morgen. Nach drei weiteren Stunden, es war inzwischen gegen 19.00 Uhr entschloss ich mich einen Camping zu suchen und abzuwarten ob er mich anriefe. Da wir beide an diesem Camping vorbeigefahren waren ging ich davon aus dass er mich dort suchen würde. Tat er aber nicht. Und so bin ich heute Morgen früh aufgestanden und die Suche organisiert. Da ich also meinen Kumpel wieder gefunden hab und auch noch eine Telefonnummer welche funktioniert (war der Hauptgrund weshalb ich ging weil ich ihn nicht erreichen konnte) gekriegt habe, ging’s ab in die Londoner City.
Ich kann euch sagen. Ich bin den Ganzen Tag gelatscht und wurde nicht müde. An all den Plätzen zu stehen, welche man nur von Filmen, Bildern oder CD’s kennt (Sorry, ich weis dass ich euch auch nicht mehr bieten kann als Bilder.), war eine absolut grossartige Erfahrung. Piccadilly Circus, Westminster (Abby und das Regierungsgebäude) sowie den Talfager Square; Hyde Park in dem Eric Clapton doch schon das ein oder andere legendäre Konzert gegeben hat; dies zu sehen war für mich unbeschreiblich. Alles trieft richtiggehend vor Geschichte. Nun bin ich zwar müde aber glücklich.
Was mir aufgefallen ist, ist wie lustig die Englische Verwaltung ist. So sah ich letzthin ein Plakat. Auf diesem wurde für den Eintritt in die Royal Navy geworben. Und zwar als U-Boot- Besatzung. Der Letzte Satz dieses Plakats verursachte fast ein kleines Unglück. Da das Plakat auf der Toilette vor den Pissoirs hing, könnt ihr euch selber ausmalen was das für ein Unglück gewesen wäre. Ich sag nur soviel: Urinieren und Wiehern (vor lachen) reimen sich zwar sind aber sonst nur schlecht kompatibel. Da Stand also als letztes: Join the Navy and life a live without limits. (frei übersetzt und sorry für mein beschiss…. Englisch: Trete in die Navy ein und lebe ein Leben ohne Grenzen.) Führen wir uns das mal vor Augen: Ich heure auf einem Atom U-Boot an und sehe für ca. 4 6 Wochen kein Sonnenlicht. Und diese Komiker sprechen von keinen Grenzen. Selbst auf einem Flugzeugträger hat vielleicht Jesus keine Grenzen da er ja ein wenig spazieren gehen kann. Aber als kleiner Entlebucher der den physikalischen Gesetzen des Auftriebs unterliegt, hab ich wohl nirgends in einer Armee so viele Grenzen wie auf einem Navy Schiff speziell auf einem U-Boot.
Der zweite Gag war auf der Autobahn als sie auf einer Stark befahrenen Umfahrungsstrasse von London, welche sie für rund einen Monat von vier auf zwei Spuren reduzieren müssen, eine Anzeige Tafel Aufstellten auf der zu lesen war: Delays are possible. (Staus sind möglich) MÖGLICH!!! Die haben wirklich Humor.
Da ich ja nicht weis, was morgen auf mich zukommt, werde ich wohl heute den Pub um die Ecke aufsuchen um mich ein wenig in die Londoner Mentalität einzuleben (rsp. Einzutrinken).
Für alle die sich dafür interessieren wo ich mich genau aufhalte: Auf dem Camping beim Cristal Palace Park (Gut, sauber und wenn man zwei Tage steht gar nicht so teuer.)
Fotos werde ich ins nächste (die nächsten) Mails packen. Also bleibt Neugierig ;-)
Stefan Schöpfer
Roter Bus
Irgendow in London
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